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Felix Michel, Neue Zürcher Zeitung, 15.4.2015

Das Ensemble Phoenix Basel bei der IGNM
Betörend kalkulierte «Bad Trips»

»Vom Verlieren und Finden« für Ensemble und Live Elektronik
Konzert Walcheturm, Zürich, 13.04.2015

(...) Zuvor zwei Werke jüngerer Komponisten: Während Oscar Bianchis «Mezzogiorno» die Klangwelt Romitellis weiterspann, aber etwas in statische Tableaus zerfiel, formte Benedikt Schiefers Auftragswerk «Vom Verlieren und Finden» überzeugende Bewegungen aus, z. B. subversiven Sog in einem metrisch rigiden Koordinatennetz oder kurze, aus Bartók-Pizzicati gewonnene Motiv-Bögen – dies alles in einer spröderen, stets fein nuancierten Klangfarbendramaturgie.



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Manfred Engelhardt, Augsburger Allgemeine, 19.12.2011,
Die Anrufung (opus 0.618) für Schlagzeug solo (Stefan Blum)

Es begann mit der rigorosen Klang-Architektur „Die Anrufung“ von Benedikt Schiefer. Mit geometrischer Klarheit werden pointiert getrommelte Verläufe (Bongas, Conga), Triangel- und Gong-Tupfer, Liegetöne und Motorik-Treiber zu einem statisch-dynamischen Mischwerk....


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Wolfram Schütte, L´eclisse 2010 - Titel-Magazin, 17.04.2011, Unter dir die Stadt
(...) die flirrend-gläserne Musik (Benedikt Schiefer), die an die Ouvertüren sowohl von La Traviata als auch von Lohengrin erinnert - nicht weil Unter Dir die Stadt thematisch mit den beiden Opern zu tun hätte, sondern weil die beiden klassischen Musiken transzendentale Assoziationen sowohl des physischen Verlöschens als auch der erlösenden Rettung auslösen können.


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Gabriele Schoder, Badische Zeitung, 30.03.2011, Unter dir die Stadt
(...) Wer nun aber neue deutsche Ödnis befürchtet, der sei versichert: Dieses kühle Kopfkino, musikalisch kongenial untermalt (Benedikt Schiefer), ist in seiner Rätselhaftigkeit packend wie ein Thriller.(...)


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Daniel Kothenschulte, Frankfurter Rundschau, 20.10.2010, Unter dir die Stadt
(...)Imponierend auch die Filmmusik von Benedikt Schiefer, die sehr selbstbewusst mit der Klangsprache der Neuen Musik arbeitet.(...)


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Boyd van Hoeij, Variety, 15.05.2010, The City Below
Editor Stephan Stabenow’s cutting is equally solid, alternating scenes that immediately build on what has come before with sequences that initially seem unconnected, creating a staccato rhythm that suggests that private lives are just as volatile as the stock market. Benedikt Schiefer’s sparingly used score, mainly shrill strings, adds to the general feeling of unease.


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Elisabeth Richter, DLF, Musikjournal 25.6.2007
»Bei „Kanon für Violoncello solo“ von Benedikt Schiefer spielt der Cellist nur Flageolet-Töne, bei denen die Saiten an bestimmten Stellen berührt werden, um die Obertöne zum Klingen zu bringen. Was der Cellist spielt, wird gleichzeitig aufgenommen, elektronisch bearbeitet und nach wenigen Sekunden per Lautsprecher hinzugespielt. So entsteht eine mikrotonale Klangkomposition.«

B. Schiefer
»die Herausforderung war, einen Kanon schreiben, der durch Elektronik funktioniert ... was banal sein kann. (...)komplex mit Einfachheit spielt.«


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Verena Grosskreutz, Eßlinger Zeitung, 11.12.2006
»"Solo für Sieben" von Benedikt Schiefer - eigentlich ein witziges Stück aus aneinandergereihten Instrumentalsoli, während denen die nicht musizierenden Spieler zur improvisierenden Aktion aufgefordert sind. Dem verweigerte sich das Ensemble allerdings und sass die meiste Zeit bewegungslos auf der Bühne. So war nichts von dem Esprit zu spüren, der Schiefers Werk durchziehen könnte. So zeigte sich wieder einmal, was der Neuen-Musik-Szene hierzulande fehlt: Selbstironie und Humor.«


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KLAUS RITZKOWSKI, Sueddeutsche Zeitung, 06.04.2005
(...)Nach der Pause dann eine Uraufführung, „Stern“ von Benedikt Schiefer. Der Kompositionsschüler von Wilfried Hiller konzipierte ein strukturalistisches Werk, das sich von einzelnen Knotenpunkten aus entwickelt. Beim Hören ent- steht dabei ein Eindruck von Einsamkeit. Die einzelnen Töne scheinen sich meilenweit voneinander zu entfernen, das Gebilde insgesamt Lichtjahre vom Zuhörer. Ein zartes, gedämpftes Erlebnis, zumal die Fixpunkte der Konstruktion im Verborgenen bleiben. Quasi: die nicht hörbare Struktur.(...)


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